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TÜV Saarland Stiftung Carsten Schubert: Vorstand

Die Satzung dieser gemeinnützigen Stiftung bindet die aufgewendeten Mittel an den Zweck, die wissenschaftliche Forschung und Lehre der technischen Wissenschaften und artverwandter Gebiete zu fördern. Das schließt wissenschaftliche Studien und Forschungsprojekte wie Studienabschlüsse in technisch wissenschaftlichen Arbeitsgebieten ein.

Aktuelles Förderungsprojekt

Bei Projekten, die die TÜV Saarland Stiftung fördert, geht es häufig um Sicherheitsaspekte neuer Technologien und Technologiekonzepte sowie den aktiven und passiven Anwenderschutz. Wie bei diesem aktuellen Beispiel.

Sicheres Arbeiten an Elektrofahrzeugen

E-Mobility wird in naher Zukunft zentraler Bestandteil eines smarten und Ressourcen schonenden urbanen Lebensstils sein. Doch bei E-Mobility geht es um weit mehr als um ein neues Antriebskonzept. Denn Elektromobilität basiert auf einer ganz anderen Logik von Energie und Peripheriegeräten, als wir sie von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor her kennen. Das wird auch unser Selbstverständnis im Umgang mit der Mobilität verändern. Und es werden zahlreiche Dienstleistungen rund um das strombetriebene und später auch um das automatisierte Fahren entstehen, z. B. die Bereitstellung intelligenter Ladeinfrastrukturen inklusive digitaler Abrechnungsmodelle oder die Organisation eines breitflächigen E-Mobility-Netzes zur Entlastung der Verkehrssituation.

Die Universität des Saarlandes arbeitet – teils in Kooperation mit der htw saar – bereits seit längerem an Konzepten und Komponenten für Elektromobilitätsfahrzeuge. Vor allem die Lehrstühle für Konstruktionstechnik und Antriebstechnik sind hier engagiert. Dabei stellen die Forscher und Ingenieure gezielte Fragen nach den Sicherheitsanforderungen, da die Antriebssysteme im Hochvolt-Bereich laufen. Daher stellen Komponenten und Systeme im Bereich der Elektromobilität heute noch ein technisches Sicherheitsrisiko entlang des gesamten Produktlebenszyklus dar – beginnend mit der Entwicklung über die Erprobung, Produktion und Inbetriebnahme bis hin zu Nutzung und Wartung. Ein Beispiel für eine Aufgabenstellung: Damit die Spannung nur bei eingeschalteter Zündung aktiv ist und bei Störungen der Stromkreis sofort unterbrochen wird, müssen im System Sicherheitseinrichtungen integriert werden.

Aufrüstung für eine sichere E-Mobility-Zukunft

Die TÜV Saarland Stiftung fördert dieses Vorhaben zurzeit für zwei Jahre mit dem Projekt „Sicheres Arbeiten an Elektrofahrzeugen“. Denn durch die erforderlichen Sicherheitsbedingungen stoßen Forschungsprojekte der Lehrstühle sowie studentische Arbeiten und Projekte schnell an Grenzen. So werden z. B. regelmäßig Hochspannungen erreicht, die mit der vorhandenen Ausstattung und dem vorhandenen Ausbildungsstand nicht überschritten werden können. Damit die sicherheitstechnischen Aspekte von Elektroantrieben die wissenschaftlichen Arbeiten nicht einschränken und um die Forschung in diesem zukunftsweisenden Bereich voranzubringen, unterstützt die TÜV Saarland Stiftung die sicherheitstechnische Aufrüstung der Werkstätten. Das Ziel der geförderten Forschungsarbeiten ist der Schutz von Entwicklern und Nutzern vor schädlichen Auswirkungen von Komponenten und Systemen der Elektromobilität.

Kuratorium:

Bärbel Arend (Vors.)
Hans Schardt (stellv. Vors.)
Prof. Dr.-Ing.  Dirk Bähre
Prof. Dr. Wolrad Rommel