LIMA-Test

Zerstörungsfrei prüfen – mit elektromagnetischem Ultraschall

Ein (Licht-)Mast muss für einen möglichst langen Zeitraum einer Vielzahl von Belastungen standhalten. Wind und Wetter, Salze und aggressive Bodenstoffe oder elektrische Kriechströme setzen dem Material auf Dauer zu. Vor allem der Bereich des Mastes, der in die Erde eindringt, ist Gefährdungen wie Korrosion ausgesetzt. An dieser Stelle ist Korrosion mit bloßem Auge jedoch nicht zu erkennen.

Zusammen mit dem Fraunhofer Institut IZfP in Saarbrücken haben wir unser Prüfsystem Lima-Test entwickelt. Dieses arbeitet mit elektromagnetischem Ultraschall, der den gesamten Querschnitt erfasst und sich über eine größere Strecke ausbreitet – in unserem Fall entlang des Lichtmastrohres. Dagegen kann herkömmlicher Ultraschall eine Wanddicke nur direkt hinter dem Prüfkopf messen.

Bei unserem Lima-Test sind die eigens entwickelten Prüfköpfe so angeordnet, dass die elektromagnetische Ultraschallwelle ein genaues Profil über die Materialdicke und deren Schwachstellen (Korrosion) sendet.

Mit der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) steht ein weiterer Partner im Bereich der Standsicherheit an unserer Seite. Die HTW hat die Software EDUSTA entwickelt. Diese berechnet auf Basis der geltenden Normen und aufgrund der Messergebnisse eine Statik des Mastes und legt den Zeitraum bis zur nächsten Prüfung fest.

Vorteile des LIMA-Test

  • Das Prüfverfahren ist gem. DIN EN ISO/IEC 17025:2005 als zerstörungsfrei akkreditiert.
  • Der Mast wird nicht geschädigt und keiner mechanischen Belastung ausgesetzt
  • Das Prüfverfahren ist nach der International Laboratory Accreditation Cooperation ILAC anerkannt.
  • Unsere Mitarbeiter erfüllen die Anforderungen nach DIN EN 473 und ASNT

Das Verfahren

  • Computergestützte Überwachung und Auswertung des Prüfvorganges mit kontinuierlicher Überwachung
  • Erfassen aller wichtigen Mastdaten zur Bestimmung der Standsicherheit unter Berücksichtigung der neuen Normen DIN 1055 Teil 4, EN 40, DIN 4131
  • Aufnahme der Mastdaten wie Mastumfang, Höhe der Masttür und Leuchtpunkthöhe
  • Erfassen der tatsächlichen Ist-Wandstärke
  • Erfassen der Beschilderung und anderer Anbauten
  • Ultraschallprüfung mittels EMUS (elektromagnetischer Ultraschall) im Erdübergangsbereich und darunter.
  • Visuelle Kontrolle des gesamten Mastes insbesondere der gefährdeten Bereiche wie im Türbereich. Eine Oberflächenrissprüfung erfolgt nach Bedarf.
  • Erfassen von Beulen und Knicken, Löcher, Rissen, Korrosion allgemein usw.
  • Oberflächenrissprüfung von Schweißverbindungen oder Bolzen nach Bedarf
  • Fundamentprüfung mittels Eigenfrequenzanregung
  • Sind Stahlrohrmaste mittels Zuganker befestigt, so werden die Zuganker auf Anrisse überprüft.

Zur Prüfung erhalten Sie eine ausführliche Dokumentation, die jederzeit abrufbar ist.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.